Alle Wörter mit dem Buchstaben a.

Abbinden
siehe Aushärtung

Abriebfestigkeit
Abrieb (Schlierenbildung) ist die optisch sichtbare und lichttechnisch messbare Kontamination der Glasfläche durch Dichtstoffbestandteile und/oder Dichtstoffinhaltsstoffe, die durch mechanische Belastungen bzw. bei der Fensterreinigung entstehen kann. Je größer die Abriebfestigkeit desto geringer der Abrieb.

Acryl-Dispersion
Eine wasserhaltige, einkomponentige Polyacrylat-Dispersion. Diese Dichtstoffe vernetzen unter Wasserabgabe zu einer plastoelastischen Masse. Acryl-Dispersionen können nur eine geringe Fugenbewegung (bis zu 10 ) aufnehmen. Sie sind gut mit Dispersionsfarben überstreichbar. Vor der Hautbildung können diese Dichtstoffe durch Wasser ausgewaschen werden. Fugen sind also gegebenenfalls vor Regen und Spritzwasser zu schützen.

Acrylat-Dichtstoff
Acrylat-Fugendichtmassen sind wasserhaltig und hauptsächlich für den Wandbereich innen und außen geeignet. Acrylate sind in frischem Zustand wasserlöslich - getrocknet sind sie wasserfest. Sie sind überstreichbar, geruchsneutral und härten bei der Trocknung durch Wasserabgabe aus. Dadurch verringert sich das Volumen - und die Fuge schrumpft optisch etwas ein. Acrylate mit strukturierter Oberfläche passen sich der körnigen Putzstruktur an.

Acrylatklebstoff
Ein Polymerisationsklebstoff, der sich von der Acrylsäure ableitet.

Activator
Vorbehandlungsmittel für Werkstoffoberflächen zur Verklebung und/oder Stoffe, die die vollständige Aushärtung von Reaktionsklebstoffen beschleunigen oder erst ermöglichen.

Adhäsion
Beschreibt die Haftung des Klebstoffes auf dem Substrat. Es ist die Wirkung von Anziehungs- bzw. Adsorptionskräften
(Van-der-Waals-Kräfte) an der Grenzfläche zwischen dem Klebstoff und dem Fügeteil.

Adhäsionsbruch
Adhäsionsbruch ist die unerwünschte Ablösung eines Dichtstoffes von einer oder beiden Fugenflanken. Er ist im Allgemeinen ein Zeichen eines mangelhaften Untergrundes, qualitativ minderwertigen Dichtstoffs und/oder einer mangelhaften Untergrundvorbehandlung. z.B. - nicht tragfähiger Untergrund - lose Farbreste - mürbe Putze - Trennmittel - zu hohe Untergrundfeuchtigkeit - Unverträglichkeiten (alte Dichtstoffreste, chemische Unverträglichkeiten z. B. saures Silicon auf alkalischem Beton) - bitumenhaltige Untergründe

Adhäsionsriss
Adhäsionsriss ist die unerwünschte Ablösung eines Dichtstoffes von einer oder beiden Fugenflanken. Er ist im Allgemeinen ein Zeichen eines mangelhaften Untergrundes, qualitativ minderwertigen Dichtstoffs und/oder einer mangelhaften Untergrundvorbehandlung. z.B. - nicht tragfähiger Untergrund - lose Farbreste - mürbe Putze - Trennmittel - zu hohe Untergrundfeuchtigkeit - Unverträglichkeiten (alte Dichtstoffreste, chemische Unverträglichkeiten z. B. saures Silicon auf alkalischem Beton) - bitumenhaltige Untergründe

Anaerob aushärtende Klebstoffe
Das sind einkomponentige Klebstoffe, die bei Kontakt mit Metallen unter Luftausschluß (= Abwesenheit von Sauerstoff) aushärten.

Anforderungen an Fugen
- Innenfugen müssen dicht sein gegen Raumluft und das Eindringen von Feuchtigkeit. - Außenfugen müssen dicht sein gegen Regenwasser und Schlagregen.

Anschlussfuge
Die Anschlussfuge ist die Fuge zwischen zwei Bauteilen, die sich in Material und Funktion voneinander unterscheiden (z.B. Anschlussfuge zwischen einem Fensterelement und dem Baukörper).

Anschlussfugen an Außentüren
Die Anschlußfuge an Außentüren ist die Fuge, die rings um die Tür beim Einsetzen in den Baukörper entsteht. Sie muss so abgedichtet werden, dass die temperaturbedingten Materialbewegungen des Türmaterials aufgefangen werden, damit ein Wärme-, Feuchte- und Schallschutz gewährleistet ist.

Anstrichverträglichkeit
Anstrichverträglich ist ein Dichtstoff dann, wenn er zur Abdichtung von mit Anstrichmitteln beschichteten Bauteilen verwendet werden kann, ohne dass sich schädigende Wechselwirkungen zwischen dem Dichtstoff, dem Anstrich und angrenzenden Baustoffen ergeben. Dies gilt in gleicher Weise auch für einen nachfolgenden Anstrich der Bauteile, bei denen das Anstrichmittel auf dem Dichtstoff auf 1 mm im Randbereich der Fuge begrenzt werden muss.

Arbeitsanleitung
Vom Klebstoffhersteller nach labortechnischer Abprüfung der Fügeteile erstellter Ablaufplan für Vorbehandlung und Verklebung der Fügeteile. Die Arbeitsanleitung einschließlich der vorausgegangenen Haftprüfungen ist insbesondere hinsichtlich der Prozeßsicherheit ein wichtiger Servicebestandteil

Ausblühen
Ausblüherscheinungen im Zusammenhang mit Klebstoffen sind aus dem Bereich der Cyanacrylat-Klebstoffe bekannt. Diese meist weißliche Verfärbung der Fügeteiloberflächen unmittelbar neben der Klebfläche entsteht durch eine Kondensation von aus der Klebestelle freigesetzten Cyanacrylat-Monomeren. Ausblüherscheinungen treten auch bei Acetat-Silikonen und (unabhängig vom Kleben) bei rohem Aluminium auf.

Ausdehnungs-
Siehe Längenausdehnungskoeffizient

Aushärtebedingungen
Einflußgrößen, die für die Aushärtung von Klebstoffen maßgebend sind, z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Fügeteilgeometrie u.a.

Aushärtezeit
Zeitspanne, die zwischen dem Zusammenbringen der zu verklebenden Teile und der vollständigen Aushärtung des Klebstoffes liegt (siehe auch Frühfestigkeit).

Aushärtung
Bei diesem chemischen oder physikalischen Vorgang verändern sich die flüssigen Klebstoffe zu festen Stoffen. Dabei verfestigt sich der Klebstoff einerseits mit den Fügeteilen (Adhäsion) und andererseits in sich selbst (Kohäsion).

 

 

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